Fall: Mohammad Davari – Folter, Misshandlung und Strafverfolgung im Gefängnis Adelabad, Shiras

Der inhaftierte Arbeiteraktivist Mohammad Davari beschreibt in einem eindringlichen Brief aus dem Gefängnis Adelabad in Shiras schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen: Er berichtet von Folter, sexualisierten Bedrohungen, Misshandlungen, unrechtmäßiger Isolationshaft, Verweigerung medizinischer Versorgung sowie der gezielten Einschüchterung seiner Familie. Davari wurde am 22. Dezember 2023 unter falschem Vorwand aus seiner Zelle geholt, schwer misshandelt und mit einer zerbrochenen Glasflasche sexuell bedroht. Eine Anzeige gegen seine Folterer aus dem Jahr 2018 wurde trotz ärztlich bestätigter Verletzungen eingestellt. Auch nach dem Tod seines Vaters im März 2024 wurde ihm eine Haftunterbrechung verweigert.

Sein Fall steht beispielhaft für die systematische Gewalt gegen politische Gefangene im Iran und die Straflosigkeit der Täter. Der Brief endet mit der Frage, wer tatsächlich die „Störer der psychischen Sicherheit der Gesellschaft“ seien – eine Anklage gegen das Regime selbst.

Quelle: HRANA – Human Rights Activists News Agency, 2. Mai 2025

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