Die Baha’i-Gemeinde im Iran, eine religiöse Minderheit, leidet seit langem unter Diskriminierung und Verfolgung durch die iranische Regierung. Ihr Recht auf Bildung wird systematisch verweigert, und der Zugang zu Beschäftigung gestaltet sich äußerst schwierig. Selbst nach dem Tod werden sie unterdrückt, da ihre Bestattungspraktiken missachtet und hohe Gebühren für die Beerdigung verlangt werden. Dutzende von Baha’i werden willkürlich festgenommen, und ihre Häuser und Eigentum werden beschlagnahmt. Diese Menschenrechtsverletzungen erfordern dringende internationale Aufmerksamkeit und Maßnahmen.
40 Jahre Verfolgung
Am 18. Juni 2023 jährt sich der Tag, an dem vor 40 Jahren zehn Bahá’í-Frauen in der Stadt Shiraz im Iran öffentlich hingerichtet wurden. Diese Frauen wurden angeklagt, da sie sich weigerten, ihren Glauben aufzugeben, der die Grundsätze der Gleichberechtigung der Geschlechter, Einheit, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit vertritt, die im Iran nicht vorhanden sind und sogar kriminalisiert werden.
Die Frauen wurden hintereinander aufgehängt, während jede dazu gezwungen wurde, die Hinrichtung der anderen mit anzusehen, in der Hoffnung, dass sie dadurch zum Widerruf ihres Glaubens gezwungen würden. Unter ihnen war auch eine 17-jährige Jugendliche, während die meisten Frauen in ihren 20ern waren.
Menschenrechtsorganisationen und die Zivilgesellschaft weltweit waren schockiert und empört über diese barbarische Tat der iranischen Behörden.
Im heutigen Iran existiert eine religiöse Minderheit, deren Mitglieder seit vielen Jahren mit ungerechter Behandlung und Verfolgung konfrontiert sind – die Baha’i. Obwohl die Baha’i ihren Glauben als eigenständige Religion betrachten, betrachtet die iranische Regierung sie als Abweichler vom Islam. Dies hat zu einer fortwährenden Diskriminierung und Verletzung ihrer grundlegenden Menschenrechte geführt. Diese Missachtung der Menschenrechte steht im Widerspruch zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde und die Rechte aller Menschen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, schützt.
Bildung als Hindernis
Eine der erschütterndsten Formen der Diskriminierung betrifft das Recht auf Bildung für Baha’i-Schüler im Iran. Der Zugang zu Hochschulbildung wird ihnen systematisch verweigert, was ein klarer Verstoß gegen Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist, der das Recht auf Bildung für alle Menschen festlegt. Trotz hervorragender akademischer Leistungen werden ihre Bewerbungen abgelehnt oder sie werden von den Universitätsprüfungen ausgeschlossen. Dies verstößt gegen das Recht auf gleichen Zugang zu Bildung, das in der Erklärung festgelegt ist.
Beschäftigungshürden
Die Beschäftigungssituation für Baha’i im Iran ist ebenfalls äußerst problematisch und verstößt gegen Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der das Recht auf Arbeit und gerechte Arbeitsbedingungen schützt. Baha’i werden in vielen Bereichen des öffentlichen Sektors und der Regierung diskriminiert. Der Zugang zu Arbeitsplätzen gestaltet sich schwierig, und ihnen werden grundlegende Bürgerrechte wie das Recht auf Eigentum oder Erbschaft verweigert. Diese systematische Diskriminierung verstößt gegen die Prinzipien der Gleichheit und Nichtdiskriminierung, die in der Erklärung verankert sind.
Unterdrückung weit nach dem Tod
Die iranischen Behörden haben eine schockierende Maßnahme gegen die Bahá’í-Gemeinde ergriffen. Ein verstorbener Bahá’í wurde ohne Benachrichtigung der Angehörigen und unter Verletzung der Bestattungspraktiken der Bahá’í auf einem Friedhof nahe Teheran beerdigt. Die Familie wurde mit exorbitanten Gebühren für die Bestattung auf einem bereits der Bahá’í-Gemeinde gehörenden Grundstück konfrontiert. Die Verfolgung der Bahá’í-Gemeinde setzt sich sogar über den Tod hinaus fort, während sie bereits zu Lebzeiten unterdrückt wurde.
Die Bahá’í-Gemeinde kämpft seit Jahren mit Problemen bei der Bestattung, da die Behörden hohe Gebühren verlangen und Verstorbene auf angrenzenden Massengräbern beerdigen, wenn die Forderungen nicht erfüllt werden. Die internationale Gemeinschaft und Menschenrechtsorganisationen sind aufgefordert, gegen diese Verletzung der Rechte der Bahá’í-Gemeinde im Iran anzugehen und Gerechtigkeit einzufordern.
Festnahmen und Beschlagnahmungen von Eigentum
Die iranischen Behörden haben ihre Angriffe auf die Baha’i-Minderheit fortgesetzt. Dutzende Häuser wurden durchsucht und wertvolle Gegenstände beschlagnahmt. Mindestens 30 Personen wurden allein aufgrund ihres Glaubens festgenommen. Es wird behauptet, dass es sich um „Kernmitglieder einer Baha’i-Spionagegruppe“ handelt. Über 1000 Baha’i sind derzeit von Haft bedroht, und einige sind bereits im Gefängnis. Die Behörden haben auch begonnen, Eigentum der Baha’i zu beschlagnahmen. Sechs Häuser wurden zerstört und Land wurde beschlagnahmt. Die Verfolgung der Baha’i basiert auf falschen Anschuldigungen des Spionagevorwurfs. Diese Menschenrechtsverletzungen erfordern internationale Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft.
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